Dritte Mannschaft ist Remiskönig der Verbandsliga!
Von den bisher gespielten sechs Runden in dieser Saison konnte die Dritte Mannschaft noch keinen einzigen Kampf gewinnen, spielte jedoch vier Mal Unentschieden 4-4! So auch in der aktuellen Runde 6 gegen die Gastmannschaft SF Quakenbrück, wobei ein Sieg durchaus möglich gewesen wäre.

Geschehnisse in chronologischer Reihenfolge findest Du hier:
Brett 7:
Der Weißspieler kam gegen Haralds schwarzen Zentrumskönig in klaren, wenn auch nicht entscheidenden Vorteil, fand jedoch nicht die Mittel, um die ziemlich verrammelte Stellung zu knacken, und so endete es nach 25 Zügen mit:
½ - ½
Brett 6:
Niklas zog ein Spiel am Damenflügel auf, was ihm zwar einen Mehrbauern einbrachte, vergaß darüber aber seine eigene Figurenentwicklung, insbesondere seinen König per Rochade in Sicherheit zu bringen. In solchen Situationen genügt eine kleine Ungenauigkeit und die Katastrophe nimmt ihren Lauf, was hier ab Zug 17 der Fall war, wonach Niklas permanent auf Verlust stand. Es endete in einem Massaker, an dessen Ende im 39. Zug Niklas gar keine Figur mehr hatte, sein Gegner hingegen noch Läufer und Springer.
½ - 1 ½
Brett 8:
Hendrik spielte wie üblich eine solide Partie, kam in Vorteil, den er jedoch wieder verspielte wonach das Vorzeichen wechselte. In einer, nach Computer, etwas besseren gegnerischen Stellung einigte man sich im Zug 20 auf Remis.
1 – 2

Brett 1:
Meistens war es Michael, der im Vorteil war, als er sich mit 33…Sxa3?? einen Bauern schnappte, dabei jedoch leider eine Springergabel übersehen hatte, die ihm einen ganzen Turm kostete.
1 – 3
Brett 5:
Nachdem man sich lange gegenseitig die Theorie vorgebetet hatte, kam Jörg bei vollem Brett im Mittelspiel in Nachteil, was ihm an einen Punkt dazu zwang, seine Dame gegen Turm und Läufer zu opfern, um den Schaden in Grenzen zu halten. Der direkte Verlust war damit zwar vorerst abgewendet, doch der Vorteil lag immer noch auf der stärkeren Seite, als der Quakenbrücker eine Qualität einstellte. Jetzt war es mit DS versus TTL zunächst Ausgleich, bis ein weiterer Einsteller in Form eines Bauers folgte – jetzt stand Jörg auf Gewinn. Es endete in einer Stellung, in der Jörg die Dame gegen einen Turm zurückgewonnen hätte und mit einem Mehrturm verblieben wäre.
2 – 3

Brett 4:
Alwins Gegner schnappte sich einen vergifteten Bauer, wonach Alwin Angriff bekam, was die Hergabe einer gegnerischen Qualität erzwang. Man landete in einem T- versus L-Endspiel, wobei der Spieler aus Quakenbrück zwar einen Bauern für die Minusqualität hatte, jedoch vollkommen auf Verlust stand. Als bei Alwin ein zweiter Bauer undeckbar verloren zu gehen drohte, verfiel Alwin, obwohl es immer noch sehr klar gewonnen gewesen wäre, in Panik und wusste sich nicht anders zu helfen, als die Qualität zurückzugeben, was in einem Totremis-Bauernendspiel mündete.
2 ½ - 3 ½
Brett 3:
In einem Langweiler-Rossolimo-Sizi‘ (3.Lb5+) wollte ich etwas Würze ins Spiel bringen, stellte eine „Falle“, die mit meinem geplanten Springeropfer auch voll zuschlug. Ich hatte das im Vorfeld als Gewinn für mich eingeschätzt, war es aber nicht, denn Stockfish gähnt und sagt weiterhin komplette Langeweile an. Doch das mit der „Würze“ hatte funktioniert, denn meine Gegnerin war jetzt unter Druck, spielte ungenau weiter, so daß ich letztlich doch eine totale Gewinnstellung mit Mehrspringer erreichte. Doch das Spiel war taktisch betont und kompliziert, beide Spieler hatten viel Zeit verbraucht, so daß dann irgendwann ich mit „ungenau“ dran war und mich gegen eine gegnerische Bauernwalze mit sage und schreibe 4 Mehrbauern verteidigen musste, was zwar sehr genaues Spiel erforderte, aber erneut wieder nur Ausgleich war. Es ging in die Verlängerung, das Endspiel T versus TS war nach wie vor Remis, aber kompliziert, und so unterlief meiner Gegnerin in erneuter Zeitnot (nur noch Sekunden) der entscheidende Fehler:

Die Stellung ist Remis nach z. B. [ 51.Txf4= ] und noch ein paar Zügen.
Doch nur noch von den Inkrements lebend folgte hier
51.e6??
Denn verständlicherweise will Weiß den letzten schwarzen Bauern loswerden:
51...f6!-+

Doch natürlich wurde das mit dem EINZIGEN Gewinnzug dankend abgelehnt!
Ich war nach dem langen anstrengenden Kampf ziemlich platt und habe hierfür meine letzten Minuten verbruzzelt.
Der Rest wurde mehr oder weniger geblitzt, wobei auch noch ein (gegnerischer) illegaler Zug korrigiert werden musste, und mündete in der hübschen Schlußstellung:

Stellung nach 59...Sd5-e7+
Weiß gab auf
3 ½ - 3 ½

Gegen "Darth Vader" - rechts.
Brett 2:
Thorstens Partie war immer so Pi-mal-Daumen kompletter Ausgleich, bis man in ein Totremis-Doppelläufer-Endspiel in verrammelter Stellung landete. Thorsten kämpfte lange um den Mannschaftssieg, lehnte ein gegnerisches Remisangebot ab, probierte alles, doch Stockfish beharrt hartnäckig auf 0.00, bis - Überraschung! - zum Zug 57, als der Computer plötzlich durchdreht und Gewinn für Thorsten ansagt! Falls Besserwisser Recht haben sollte, so habe ich es nicht verstanden, habe es aber auch nicht tiefer analysiert – war mir zu kompliziert, vermutlich irgendwas mit Zugzwang in einer ellenlangen Variante. Jedenfalls verstand es Thorsten auch nicht, und wenn Schlaumeier auch 14 Züge lang durchgehend weiter jubelt, endete es dennoch knapp 20 Züge später mit Remis.
4 – 4
Damit haben wir zwar mit einem knappen Brettpunkt Vorsprung in der Tabelle die rote Laterne abgegeben, aber ein Sieg wäre schon schön gewesen. Ok, den holen wir uns dann eben in Runde 7 am 22.03. gegen den Tabellenletzten in Vechta!
Knappe Grüße
Jochen, 02.03.2026