Dritte Mannschaft spielt Remis in Quakenbrück

 

In Runde 2 der Verbandsliga West mussten wir auswärts in Quakenbrück antreten, wobei wir als „Remiskönige“ aus vergangenen Saisons unser „Standardergebnis“ 4-4 erreichten. Das wäre sogar noch als positiv zu bewerten, denn wir mussten drei Stammspieler ersetzen.

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Da ich selbst lange spielte, kann ich für die chronologische Korrektheit des folgenden Berichts nicht garantieren.

 

 

 

Brett 5:

Als Erster in nur 22 Züge war jedenfalls Hendrik fertig. Er war immer ein wenig besser, als sein Gegner einen positionellen Patzer beging, der einen vernichtenden Angriff ermöglichte.

Geertsma Hendrik - Schmidt Reinhard 18.Se2

 

 

18...Lb6?? Erforderlich war [ 18...Txc2 19.Lxc2 Lc6 ] und der Druck gegen e4 hätte den Ausgleich gehalten.
19.Lg5!+- Das gewinnt bereits wegen der Drohung Lxf6. 19...Lc6 20.Sg3 [ Sofort 20.Lxf6!+-, läuft aber auch nicht weg, ]

 

Geertsma Hendrik - Schmidt Reinhard 20.Sg3

 

20...Lb7 Der Sf6 kann nicht flüchten, denn [ 20...Sd7 21.Lxe7 Txe7 22.Txc6+- ] kostet eine Figur.

21.Lxf6! gxf6 22.Dh6

 

Geertsma Hendrik - Schmidt Reinhard 22.Dh6

 

Gegen die Drohung Sh5 gibt es nichts mehr.

0 – 1

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Brett 3:

Relativ fix folgte ihm Thorsten, der sich bei noch vollem Brett in einer etwa ausgeglichenen, vielleicht für ihn etwas besseren Stellung im Zug 21 auf Remis einigte.

½ - 1 ½

 

Brett 7:

Vincent stand mit seinem verbundenem Freibauernpaar im Zentrum sehr klar auf Gewinn, als er eine Taktik übersah, die einen der Bauern kostete, wonach es objektiv totaler Ausgleich war. Doch nur zwei Züge später wurde Vincents Patzer mit einem Gegenpatzer beantwortet, und danach war es sofort aus:

Sarnow Vincent - Bosse Dieter 30Td6

 

Natürlich steht Weiß mit seinen beiden Freibauern komplett auf Gewinn. 31.Td1? [ 31.Tc5!+- ] Ein Überseher.
31...Texe6! 32.dxe6 Txd1+ 33.Kf2

 

Sarnow Vincent - Bosse Dieter 33.Kf2

 

 

33...Td6?? Nach [ 33...Kf8= ] oder [ 33...Td8= ] hätte es mit Remis enden sollen.
34.Tc8+!

 

Sarnow Vincent - Bosse Dieter 34.Tc8

½ - 2 ½

 

Brett 1:

Andre spielte eine ausgeglichene Partie, in der der Ausgleich nie gefährdet war. Im Zug 38 landete man in einem Doppelturmendspiel, welches der Computer mit 0.00 bewertet.

1 – 3

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Brett 4:

Niklas Gegner brachte das klassische Läuferopfer auf f7, doch im Schach besteht kein Schlagpflicht, und die Opferablehnung mit Kf8! brachte Niklas eine klare Gewinnstellung mit Mehrqualität ein. Doch, ähnlich wie Vincent, verspielte er seinen Gewinnvorteil und hätte an einer Stelle sogar verlieren müssen, doch statt des Gewinnzugs ermöglichte der gespielte Zug Niklas eine starke Rückgabe der Qualität, wonach er ein gewonnenes Turmendspiel auf dem Brett hatte.

Wilke Wolfgang - Brinkers Niklas 26.Sd6

 

26...Tf8?? Nach [ 26...Thd8= ] wäre es kompletter Ausgleich gewesen.
27.g4?? Puh, Glück gehabt, denn nach [ 27.Se4!+- ] mit den Gabeldrohungen auf c5 und g5 hätte Weiß gewonnen.

 

Wilke Wolfgang - Brinkers Niklas 27.g4

 

27...Txd6!! Applaus, sehr stark! Das ist nicht nur der einzige Zug, sondern auch der einzige Gewinnzug!

28.exd6+ Kxd6

 

Wilke Wolfgang - Brinkers Niklas 28Kxd6-

 

29.Kg3 Txf6-+ u.s.w. ergibt ein klar gewonnenes Endspiel.

Nach 43 Zügen stand es:

1 – 4

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Wir brauchten also nur noch ein Remis zum Gewinn des Mannschaftskampfes, doch es sollte nicht sein.

 

Brett 8:

Klaus hielt gut mit, griff jedoch an einer Stelle mit 0-0-0? fehl, denn das gegnerische a-b-Bauernpaar war bereits weit vorgerückt und konnte jetzt einen unwiderstehlichen Angriff inszenieren, der in einer Königsjagd quer über das Brett von ganz links nach ganz rechts mündete und entscheidend Material kostete.

2 - 4

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Brett 6:

Felix lieferte die Achterbahn des Tages ab, denn er spielte seinem Gegner ganz hübsch einen Springer ab und stand mit seiner Mehrfigur komplett auf Gewinn. Doch an einer Stelle war er taktisch ungenau und ließ sich die Mehrfigur wieder abnehmen. Danach landete man in einem Totremis-Doppelturm-, dann Turmendspiel. In einer Computer-0.00-Stellung unterlief Felix dann jedoch eine Ungenauigkeit, die ihm Material kostete, wonach das Turmendspiel aussichtslos wurde.

3 – 4

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Brett 2:

Ich (=H.-J. Schrader) ging die Partie viel zu optimistisch an, opferte einen Bauern, da ich von „Angriff“ träumte, zuckte dann jedoch an einer Stelle zurück, weil ich nach dem korrekten Zug (25…Th5!) Angst vor einer dann mögliche Bauerngabel (26.g4?) bekam, was ein Läuferopfer erzwungen hätte. Die Konsequenzen des Opfers konnte ich nicht abschätzen, doch der Computer bescheinigt mir, dass ich dann komplett auf Gewinn gestanden hätte. Allerdings musste Weiß auch nicht g4 spielen und wäre mit seinem Mehrbauern einfach nur besser gewesen. Nach meinem passiven Rückzug war mein Gegner allerdings besser als besser und das Endspiel wurde aussichtslos. Ein meiner schlechtesten Partien, total überzogen, weswegen ich mir hier masochistische Diagramme spare (was ich mir als Berichterstatter leisten kann…lach…).

4 – 4

 

In Runde 3 am 15.11. gegen Hellern 2 ist in einem Heimspiel ausnahmsweise mal keine Fernreise angesagt, und vielleicht könnten wir ja dann mit einer halbwegs kompletten Mannschaft unseren ersten Sieg einfahren.

 

Komplettgrüße

Jochen, 12.10.2026