Nachdem wir am letzten Spieltag den Meisterschaftsfavoriten SG Esens geschlagen haben, wollten wir diesmal mit einem Sieg gegen den SC IG Metall Osnabrück den Klassenerhalt vorzeitig sicher stellen. Aber es kam (wie immer im Leben und am Schachbrett) alles anders. Da sowohl Harald Kirschnowski als auch Willem Bulter nicht spielen konnten, griffen wir auf Carsten Albrecht zurück, der allerdings einen starken Ersatzspieler erwischte.
In der Anfangsphase sah alles noch ganz gut aus, die Partien entwickelten sich aus der Eröffnung heraus recht vielversprechend. Aber als Arsim Hana am Spitzenbrett á tempo seine angegriffene Dame zog und sein Gegner ebenso schnell den Antwortzug parat hatte, musste er eine Figur geben und die Partie aufgeben.
Das Verhängnis nahm seinen Lauf. Ich selber (Michael Rosin) setzte meine Serie der Patzer fort, als ich in guter Stellung ein Schach des Gegners übersah und etwas später ebenfalls aufgab. Als auch noch Ingo Oehne seine klar besser stehende Partie vergab, lagen wir plötzlich 0 : 3 zurück. Auch Carsten Albrecht übersah eine Aktion seines Kontrahenten und verlor.
Jetzt war nichts mehr drin. Anton Visser remisierte und Tom van Akkeren war es schließlich, der mit großem Kampfgeist den einzigen Sieg an diesem "schwarzen Sonntag" für uns einfuhr. Unser Youngster Robin Bos holte in für ihn verdächtiger Stellung noch ein Unentschieden heraus, während Arno van Akkeren ebenfalls noch Remis spielte, da sein Gegner es nicht schaffte, mit Läufer und Springer Matt zu setzen.
So verloren wir mit 2,5 : 5,5 Punkten und sind wieder mittendrin im Abstiegsstrudel, da bis zu drei Teams den Gang in die Bezirksliga antreten müssen. In unserem letzten Saisonspiel sollten wir beim WT Rastede unbedingt gewinnen, um ganz sicher zu sein. Da wir in dieser Saison auswärts (5 : 1 Punkte) ungeschlagen sind, ist ja eine gewisse Hoffnung da. Zuhause sind wir interessanterweise sieglos (0 : 8 Zähler). Vielleicht sollten wir den Antrag stellen, nur Auswärtsspiele bestreiten zu dürfen.
28.02.2011 Michael Rosin