Trainingszeiten

Jugendliche:
Montag 17:00 - 18:00 Gr. B
17:00 - 18:30 Gr. A
Donnerstag 17:00 - 18:00 Uhr (Mädchen)
Freitag 17:30 - 19:00 Uhr (alle Gruppen)
Erwachsene:
Montag ab 19:00 Uhr
 
Spiellokal: HRS Nordhorn-Süd (ehem. Elisabethschule)
  Friedrich-Runge-Str. 28; 48529 Nordhorn

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Dritte Mannschaft ist abgestiegen!

 

Da unser 4-4 in der Runde 8 zuvor gegen die SF Spelle im Nachhinein noch in ein 8-0 zu unseren Gunsten umgewertet wurde (Spelle hatte für das freigelassene 8. Brett keinen Spieler benannt – ein Formfehler – wir hatten KEINEN Protest eingelegt – das besiegelte ebenfalls den Abstieg der SF Spelle), hätten wir trotz unserer gestrigen klaren 2,5-5,5 Heimniederlage gegen den SK Jever die Spielklasse aufgrund unserer besseren Brettpunkte erhalten müssen. Doch leider trat der Tabellenzweite SV Lingen gegen den Tabellenletzten, und eigentlich „klaren“ Absteiger, SF Quakenbrück nur mit 5 Spielern an und verlor daher mit 3-5 (gespielte Partien 3-3). Selbst bei einem 4-4 wären wir nicht abgestiegen, doch so konnte uns Quakenbrück tatsächlich noch überrunden - aufrichtige Glückwünsche dazu in Richtung Artland!

Na klar ging es für den SV Lingen um nichts mehr, doch wie das insgesamt sportlich zu bewerten ist, überlasse ich jetzt mal dem Leser.

 

IMG 8773

Apropos Thema „sportliche Bewertung“: wenn Du magst, wenn auch nicht mehr relevant, so grusel Dich und schau Dir unser gestriges Desaster im Detail in chronologischer Reihenfolge hier an:

 

 

 

Brett 7:

Harald war die ganze Zeit im Vorteil und hätte an einer Stelle einen wichtigen Bauern gewinnen können, doch leider ließ er diese Gelegenheit verstreichen und so endete es mit einem Unentschieden.

Lukjossek Thomas - Kirschnowski Harald 13.a3

 

Nach dem gespielten 13...Ld6 war Harald zwar weiterhin im Vorteil, aber nicht entscheidend. Gut gewesen wäre:
[ 13...Lc3!

14.Ta2 Lxf3!

Lukjossek Thomas - Kirschnowski Harald 14Lxf3

Variante

15.Lxf3 Txe1+

16.Dxe1 Lxd4

Lukjossek Thomas - Kirschnowski Harald 16Lxd4

Variante

-/+

½ - ½

 

Brett 1:

Andre musste gegen einen 200 DWZ höher gewerteten FM antreten und die Partie war von Anbeginn an eine klare Sache, denn er stand durchgehend schlechter und landete in einem aussichtslosen Endspiel mit zwei Minus(Frei)-Bauern. Da war einfach nichts zu machen.

½ - 1 ½

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Brett 2:

Auch Thorsten musste mit 170 DWZ Differenz gegen einen deutlich höher gewerteten Spieler antreten, landete wie Andre früh in einer Verluststellung, verlor einen Bauern nach dem anderen und ließ sich am Ende Matt setzen:

Wolterink Thorsten - Jürgens Karl-Heinz 32.Lxb8

Es folgte

32...Te5!!

33.Lxe5 De4#

Wolterink Thorsten - Jürgens Karl-Heinz 33De4

½ - 2 ½

 

Brett 4:

Doch Hoffnung keimte auf, als Alwin zurückschlug. In einer positionell betonten Partie kam er in Vorteil, gewann einen Bauern und als er mit einer zusammenhängenden Bauernkette von der c- bis zur f-Linie das Brett beherrschte, hatte sein Gegner keine Lust mehr.

Gebben Alwin - Heinrich Olaf 27.f4

Stellung nach 27.f4 - Schwarz gab auf

1 ½ - 2 ½

 

Brett 6:

Niklas entwickelte sich normal und rochierte sogar, doch schwächte er seine Stellung durch Bauernzüge vor seinem König, so dass er relativ früh, so ca. ab Zug 17, auf Pleite stand. Sein Gegner bekam dann auch folgerichtig Angriff, was in einer Vollpleite mündete. In einer Stellung König ohne weitere Figuren gegen Mehrdame plus Mehrturm gab Niklas dann im Zug 60 auf.

1 ½ - 3 ½

 IMG 8770

Brett 8:

Hendrik lieferte eine Achterbahnfahrt ab, denn er stand klar auf Gewinn, ließ sich dann aber seine Dame einklemmen, was ihm eine Qualität kostete, und eine ebenso klare Verluststellung einbrachte. Doch er wehrte sich nach Kräften, der Vorteil verflachte und in einer nach Computer 0.00-Stellung entschied ein gegnerischer Patzer den Tag:

Geertsma Hendrik - Paulky Heinz 36.Sxc6

Die Stellung ist nach diversen Züge, wie z. B. [ 36...Td6= ] oder [ 36...Kh7= ] u.a., lt. Computer totaler 0.00-Totentanz, es folgte jedoch

36...Td5?? 
37.De8+! Kh7

38.De4+ g6

39.Dxd5

Geertsma Hendrik - Paulky Heinz 39.Dxd5

Nur drei Züge später gab Schwarz auf. Damit ist Hendrik diese Saison ungeschlagen!

2 ½ - 3 ½

 

Brett 5:

Jörg beging im Zug 12 einen Eröffnungsfehler, wonach er bereits auf Verlust stand. Es folgte eine sehenswerte Damenjagd durch das gegnerische Springerpaar, was ihm eine Qualität kostete. Danach war es nur noch eine Frage der Zeit, bis Jörg im Zug 61 das aussichtslose Endspiel aufgeben musste.

2 ½ - 4 ½

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Brett 3:

Für den Bandwurm des Tages war diesmal ich (=H.-J. Schrader) zuständig. Es war nicht so, dass ich die Stellung verstanden hatte, denn ich hätte mehrfach am Damenflügel nach Gegenspiel suchen müssen, und so war ich die ganze Zeit schlechter, wobei sowohl mein Gegner als auch ich an einer Stelle eine hübsche Taktik übersahen:

 Weber Hubert - Schrader H.-J. 25Le7

Es folgte 26.Lxe7?! Hübsch gewonnen hätte hier: 
26.Lxd5! Lxh4

27.Txe6!!+-

Weber Hubert - Schrader H.-J. 27.Txe6-

Variante

+-

Glück gehabt, denn so konnte ich noch den totalen Ausgleich erreichen, als ich – ein Klassiker – im Zug 40 in einer 0.00-Stellung durch Damentausch in ein komplett verlorenes Bauernendspiel überleitete. Dabei hatte ich sogar noch mehr Zeit als mein Gegner – fragt mich bitte nicht, vielleicht hatte ich ja auch unbewusst einfach keine Lust mehr, da der Kampf eh‘ schon entschieden und wir vermutlich abgestiegen waren. War depri‘ drauf.

2 ½ - 5 ½

 

Das Ergebnis geht in Ordnung, Jever waren die besseren Spiele, und ebenso, Lingen hin, Spelle und Quakenbrück her, über die Gesamtsaison betrachtet unser Abstieg auch. Waren wir letzte Saison auch noch Vizemeister, so konnten wir in der aktuellen Saison, abgesehen von der 8-0 Wertung gegen Spelle, keine einzige Begegnung gewinnen. Einen sofortigen Wiederaufstieg sehe ich, ehrlich gesagt, als schwierig an, denn auch in der Bezirksliga kann man Schach spielen. Aber eines sollten wir jetzt auf keinen Fall tun:

 

Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken! (L. Matthäus)

 

Optimistische Loddar-Grüße

Jochen, 27.04.2026