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Montag ab 19:00 Uhr
 
Spiellokal: HRS Nordhorn-Süd (ehem. Elisabethschule)
  Friedrich-Runge-Str. 28; 48529 Nordhorn

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Knappe Niederlage für die Dritte gegen SV Hellern 2

 

In Runde 5 der Verbandsliga West waren wir zu Gast bei den Schachfreunden vom SV Hellern. Leider konnten wir hier nur zwei Partien gewinnen, mussten hingegen drei Niederlagen einstecken, so dass am Ende ein 4,5 – 3,5 auf dem Spielbericht stand.

 

IMG 8747

 

Details in chronologischer Reihenfolge:

 

 

Brett 4:

In einer kurzen (22 Züge), aber durchaus interessanten Partie, hatte Alwin einen Bauern gegeben, für den er aber durch den gegnerischen Doppelbauern bzw. Zentrumskönig volle Kompensation hatte. Es kam zu vielen Abtäuschen und endete folgerichtig in einer Zugwiederholung.

½ - ½

 

 

Brett 5:

Noch kürzer, nämlich nur 15 Züge, war Jörgs Partie, in der niemals das Gleichgewicht gestört war. Lustig war das Ende, denn Jörg hatte die Wahl zwischen 0-0 mit klarem Vorteil für den Gegner, und 0-0-0 mit totalem Ausgleich. Er entschied sich für die schlechtere Alternative, doch gleichzeitig bot ihm sein Gegner Remis an…(räusper).

1 – 1

 

Brett 7:

Haralds Gegner versperrte den Rückweg für seine eingeklemmte Dame, wonach diese hätte weggefangen werden können, doch Haralds Fortsetzung war gut genug für eine klare Gewinnstellung.

Kirschnowski Harald - Kamps Manuel 16Sc7

 

Stellung nach 16...Se6-c7??

Jetzt sitzt die Dame im Knast und wird gejagt: 17.Sa4! Da6 18.b4! Ld7

Kirschnowski Harald - Kamps Manuel 18Ld7 1

  

19.Sc3!? Erhält den Gewinnvorteil, doch direkter gewesen wäre:
[ 19.b5! Und wenn Schwarz nicht die Dame geben will, so 19...Sxb5+- ( 19...Da5? 20.Lc3+- ) mit weißer Mehrfigur.]
19...b5? Eine Panikreaktion, allerdings gerettet hätte auch nicht mehr: 

[ 19...Db6 20.bxc5 ( 20.Tab1+- ) 20...dxc5 21.Sd5+- ]
20.Lxa8 Txa8+-

Und das war's. Es gab aber auch noch ein lustiges Ende:

Kirschnowski Harald - Kamps Manuel 31Dg7

 

 32.g5! Lf5?? [ 32...Le7+- ]

Kirschnowski Harald - Kamps Manuel 32Lf5

Gleichzeitig aufgegeben, ohne 33.Sf6+ nebst Dh4+ abzuwarten.

 1 - 2

 

Brett 1:

Die absolute Glanzpartie des Tages, mit Schönheitspreis, hätte Michael produzieren können, denn er spielte einen scharfen, toll vorgetragenen Angriff, stand total auf Gewinn, nur um die Partie, mit wenig Zeit, einzügig einzustellen!

Rosin Michael - Bade Hans-Jürgen 21.c4

 

21...f6? 22.Sf5!!

Rosin Michael - Bade Hans-Jürgen 22.Sf5

 

Was für eine Stellung - ein Diagramm zum Einrahmen! 

Zwei weiße Figuren hängen, die schwarze Dame allerdings auch, und so folgte:

22...fxe5 [ 22...Db4 23.Sxe7+ Dxe7 24.Lxf6+- ]

23.Sh6+! Kh8 24.Df7!

Rosin Michael - Bade Hans-Jürgen 24.Df7

 
Es droht: [ 24...-- 25.Dg8+!! Txg8 26.Sf7# ] - wunderhübsch!
24...Sf5! Nach Computer der einzige Zug!

25.Sxf5? Oh je.....
[ 25.gxf5! Lh4 26.fxg6 hxg6 27.Sg4+- ] u.s.w. ist megaklar gewonnen.

Jetzt verflachte es nach 25...gxf5 zum Ausgleich, ja, bis:

Rosin Michael - Bade Hans-Jürgen 27Tg8

 

 

Nach [ 28.Txd8= ] wäre es nach Stockfish ein 0.00-Totentanz gewesen.

28.Dxe7?? Autsch!
28...Dxe7! Und das kostet einen ganzen Turm nach [ 29.Txe7 Txd1+-+ ], daher hier 0-1

 Ein Jammer!

2 - 2

IMG 8746

 

 

Brett 3:

Ich (=H.-J. Schrader) war immer im Vorteil, als mein Gegner eine Qualität gegen einen Bauern einstellte. Nun hatte ich Gewinnstellung, doch mein Gegner konnte einen starken Zentrumsspringer etablieren, der ihm eine gewisse Kompensation gab. Also Qualitätsrückopfer und Überleitung in ein klar gewonnenes Endspiel!

Schrader H.-J. - Rein Joachim 39Ld8

 

40.Txe4! fxe4 41.Dxd6 Le7 42.De5

Schrader H.-J. - Rein Joachim 42.De5

 

Es droht Matt auf h8.
42...Kf8 43.Db8+ De8 44.Dxe8+!
Aber ja nicht [ 44.Dxb6? Dd7!= ] mit Gegenspiel und Remis nach Computer.
44...Kxe8 45.Kf2+-

Schrader H.-J. - Rein Joachim 45.Kf2-

 

Als nächstes fällt e4, die schwarzen Bauern am Damenflügel stehen alle auf schwarz, kurz: total gewonnenes Endspiel für Weiß.

Fünf Züge später hatte mein Gegner keine Lust mehr. 

2 – 3

 

Brett 8:

Hendrik (mit Schwarz) spielte eine genaue, ausgeglichene Partie, in der es an einer Stelle zu einem kurzen Scharmützel kam:

Kovemann Peter - Geertsma Hendrik 14b6

 

15.Sxb6 axb6 16.Lxa8 La6!

Kovemann Peter - Geertsma Hendrik 16La6

 

17.Dxd8 Txd8 18.Txc5 (Was sonst?) 18...bxc5 19.Lf3=

Die Stellung ist gleich. Hendrik holte sich dann auch noch seinen Minusbauern zurück und nach 33 Zügen einigte man sich auf ein Unentschieden.

2 ½ - 3 ½

 

Brett 6:

Wie üblich konnte ich Niklas‘ Partieformular kryptografisch nicht entschlüsseln, auch das Foto der gegnerischen Mitschrift half nicht wirklich, und da zum Redaktionsschluss die von Niklas entschlüsselte Version nicht vorlag, kann ich hier nur vom Augenschein her kommentieren. Es war, wie üblich bei Niklas, eine wilde Stellung auf dem Brett, mit beiderseits offenen Königsstellungen und weit verstreuten Figuren über die Fläche. Wer griff hier eigentlich wen an? Am Ende war es jedenfalls der Spieler aus Hellern, der zuerst die Dame gewann und dann Matt setzte.

3 ½ - 3 ½

 

IMG 8745

 

Es stand also auf des Messers Schneide, nur noch ein Remis für das 4-4, doch manchmal ist es eben nur ein einziger Zug, der über das Gesamtergebnis entscheidet:

 

Brett 2:

Thorsten fand sich in der Eröffnung, bzw. im frühen Mittelspiel, irgendwie gar nicht zurecht, stand klar schlechter, ja vielleicht sogar auf Verlust. Doch dann gewann er eine Qualität, aber durch seinen klaren Vorteil hatte der Gegner volle Kompensation. Es ergab sich ein ungewöhnliches Endspiel, in dem sich Thorsten mit TS gegen drei Leichtfiguren verteidigen musste. Es war Remis, doch an der kritischen Weggabelung – nach links oder nach rechts? – bog er leider falsch ab:

Ernst Franz - Wolterink Thorsten 38.Le7

 

Stockfish sagt nach [ 38...Ke8!= ] den totalen 0.00-Ausgleich an.

38...Kg8?

Eine verständliche Reaktion, denn instinktiv will man ja den Freibauern aufhalten, doch jetzt ist der schwarze König eingeklemmt. 

39.Sd8! Kg7 40.Lxf7+-

Es endete dann im Zug 51 tatsächlich noch mit einem Eckenmatt des schwarzen Königs auf h8!

4 ½ -3 ½

 

Zu Michaels verschenkten Sieg kam also auch noch ein verschenktes mögliches Remis hinzu. So gesehen eine unglückliche Niederlage, wenn Hellern auch sicherlich den Sieg verdient hat, denn an den entscheidenden Stellen waren sie eben die genaueren Spieler.

Damit sind wir auf den vorletzten Tabellenplatz gefallen, d. h. auf einem Abstiegsplatz. In Runde 6, am 01.03.26, geht es zu Hause gegen die SF Quakenbrück, und hier muss folglich ein Sieg her!

 

Optimistische Grüße

Jochen, 09.02.2026